Archiv für Juni 2010

Was manche so Überprüfung nennen…

Neuwiedenthal ist ein malerischer Flecken im äusseren östlichen Stadtgebiet Hamburgs. Fuchs und Hase sagen sich dort Gute Nacht, bevor sie in ihre Betonhöhlen verschwinden, um dann von ihrer heimeligen Hartz IV-Idylle zu träumen, im wohligen Schlaf beschützt vom beliebten Schutzmann…

Nun wurde die glückliche Idylle getrübt. Ein ‚Exhibitionist‘ hat sich in das Paradies eingeschlichen und sein Unwesen getrieben. Was dann geschah, berichtet die PR-Abteilung vom Schutzmann höchstpersönlich: „Beamte des Polizeikommissariates 47 sind anlässlich eines Einsatzes von mehreren Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt worden“. Die MoPo hat, wie so häufig, Insiderinformationen: Fünf Polizisten in Todesfalle gelockt – hat sich dann aber nach relativ kurzer Zeit aus unerfindlichen Gründen dazu entschieden, die Website nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Stattdessen ist dies nun ein brutaler Angriff. Aber wo ist nun die Todesfalle geblieben?

Die Bild war von Anfang an, wie gewohnt, seriöser ans Werk gegangen: Routine-Einsatz in Hamburg eskaliert. Straßen-Gang schlägt Polizist den Schädel ein. (Rechtschreibfehler im Original korrigiert – John).

Ein Routineeinsatz. Okay. Die Polizei Hamburg bezeichnet diesen Routineeinsatz als Überprüfung: „Noch während der Überprüfung des 27-Jährigen wurden die Polizisten plötzlich von rund 30 Jugendlichen zunächst verbal und anschließend tätlich, u. a. durch Stein- und Flaschenwürfe, angegriffen“. Okay. Und so sieht also eine „Überprüfung“ während eines „Routineeinsatzes“ in Hamburg-Neuwiedenthal aus:

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Weiterführende Worte zu Joachim Lenders, seines Zeichen Hamburgs Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, zu verlieren, welcher diesen Routineüberprüfungseinsatz mit „Es ist unfassbar, mit welcher Brutalität diese Straftäter, die nur noch als Unterschicht und Abschaum der Straße zu bezeichnen sind, gegen unsere Kollegen vorgegangen sind“ kommentierte, erspare ich mir an dieser Stelle einfach mal.

Bzgl. „Ihr Nachbar, ein Jockel?“

Wie schnell die Zeit doch wieder verrinnt…? Mir ist, als wäre es erst vorgestern gewesen, dass sich in diesem Blog über den mutmaßlichen Feuerteufel M. Liebert belustigt wurde.


Avanti – Projekt undogmatische Linke und die Gewerkschaft ver.di sind übrigens der Meinung, dass dieser formschöne, elfengleiche und anmutig anzusehende Mensch für den Ordnerdienst der NPD tätig ist. Einem solch honorigen Menschen nun zu unterstellen, er würde aus niederen, versicherungsbetrügerischen Gründen seinen eigenen Jahuar abfackeln, muss da doch einfach eine haltlose Unterstellung sein. Das allerdings sah das zuständige Amtsgericht Barmbek nun irgendwie anders und verurteilte den Großkapitalisten Liebert zu einer Geldstrafe über 3.200 €. Dies übrigens bereits am 8. Mai diesen Jahres, dieser Abschluss der Geschichte durfte nun nur aufgrund der geringfügig verstrichenen Zeit nicht einfach so unter den Tisch fallen…

Techno vs. Faschismus Pt. 3

Gestern fiel mir wieder ein, was Blackstrobe mit Nazi Trance Fuck Off auch gemeint haben könnten – zum Beispiel diese Hackfresse:

MC Techno T

MC Techno T, a.k.a. Kevin Turner – wobei Turner weniger durch „Happy Hardcore / Hard House / Trance“ (lt. myspace.com/mctechnot), sondern eher als Sänger der englischen Naziband Skullhead bekannt geworden sein dürfte. Und vielleicht auch noch durch seine stylischen Doc-Martens-Tattoos als Kotelettenersatz

Nach dem Split von Skullhead tauchte Turner scheinbar einigermaßen erfolgreich in den nordenglischen Rave-Gefilden ab und avancierte zu einem gern gebuchten DJ in diversen Clubs und Locations. Wobei ich einfach mal unfairerweise annehmen möchte, dass der dortige (sozio-)kulturelle Anspruch mit brandenburgischen Großraumdiscotheken vergleichbar sein dürfte… Gibt es eigentlich ein englisches Pendant zu Ronny, Enrico und Mandy?
Die lokale Presse hat sich übrigens nach Bekanntwerden seiner Nazi-Nebentätigkeit mit Interesse dem Thema gewidmet.

Das bestätigt nun irgendwie auch meine These, das schäbige Menschen sich für schäbige Musik begeistern. Unser liebster lokaler Nazi-Online-Exhibitionist ‚Friese‘ hat übrigens beizeiten mal in einem wohlbekannten Naziportal kundgetan, dass er ganz gerne in einem entsprechenden Schuppen verkehrt. Passt wie Arsch auf Eimer.

Was bleibt, ist dagegenzuhalten. So wie Kyat aus Berlin. Manche nennen ihn auch DJ K.H.D. Mit gepflegtem Hardcore.

Korrekt!

In 1945 Nazis went to the Moon. In 2018 they are coming back…

Na also doch, die Eso-Nazis wie Jan van Helsing liegen doch richtig mit ihren Behauptungen über die Reichsflugscheiben:

Andererseits: ja ja, ist bereits ein alter Hut, die Ankündigungen hierfür zirkulieren schon seit geraumer Zeit durch die unendlichen Weiten des www.
Dennoch: die Spannung auf diesen aussergewöhnlichen Dokumentarfilm steigt langsam ins unermeßliche, und seit einem knappen Monat füttert der zweite Teaser diese Spannung noch weiter an:

Iron Sky – Teaser 2

Iron Sky | MySpace Video

Und dann noch der Knall im All überhaupt: Laibach, die Audio-Übermutter der NSK, steuern die musikalische Untermalung zu den bewegten Bildern bei. Wem sonst wäre es wohl zuzutrauen, dem zu erwartenden visuellen Bombast eine ebenbürtige klangliche Dimension hinzuzufügen. Hölle!