Archiv für September 2010

S. hat ein Buch geschrieben…

…und ich hab es gelesen, vom Anfang bis zum Ende. Ich lese Bücher eigentlich immer vom Anfang bis zum Ende, und wenn ich mich nicht irre, ist es bisher allerhöchstens dreimal vorgekommen, dass ich ein Buch mit der Gewissheit, ihm niemals wieder Beachtung zu schenken, vorzeitig zugeschlagen habe. S. hat nun ein Buch geschrieben, welches hart an der Grenze zum vorzeitigen Zuschlagen gekratzt hat, aber ich war stark und habe es gelesen.
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Schanzenfest 2010

Meine frühkindliche politische Kaderschulung hat ergeben, dass ich das Schanzenfest gutzufinden habe. Ist ja auch alles töfte, von wegen nicht angemeldet, widerspenstig, aufrührerisch und so. Steht ja auch hier, hier oder auch hier. Zeilen über Sinn und Unsinn von Auseinandersetzungen mit einem polizeilichen Gegenüber im Kontext Schanzenfest erspare ich mir mal – zumindest fast. Die Riots im Anschluss an das erste Schanzenfest 2009 waren in Form und Umfang legitim bis taktisch hervorragend, der überraschende Besuch bei der Lerchenwache während des zweiten Festes dagegen zwar irgendwie aus einem Bauchgefühl heraus nachvollziehbar, aber politisch falsch. Und dadurch entzogen sich die wachenbesuchenden Menschen einer möglichen weiterführenden, offensiven politischen Auseinandersetzung mit den Themen, die zuvor im Kontext Schanzenfest vermittelt werden konnten (was ja angeblich vorkommen soll). Das Schanzenfest findet in einem bestimmten Spannungsverhältnis einmal jährlich (jaja, oder auch zweimal jährlich) statt, die Lerchenwache steht 365/366 Tage im Jahr dort herum.
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