Techno vs. Rotfaschismus…

Im Zuge des allseits beliebten Extremismus-Diskurses möchte auch ich mich zur Mitte der Gesellschaft bekennen und mich von den hufeisenförmigen Islamkommunistennazis distanzieren. Unterstützung für mein ehrbares Ansinnen erfahre ich dabei von überaus prominenter Seite aus dem architektonischen Schandfleck Hannover: die Scorpions!

Auch wenn sie nun letztmalig die Bretter, die die Welt bedeuten, während ihrer Abschiedstournee betreten, haben sie doch für alle Zeiten kulturelle wie politische Meilensteine gesetzt, die es zu würdigen gilt: ein Bühnenoutfit, welches an eine mißglückte ostdeutsche Version von KISS erinnert, das dümmste LP-Cover aller Zeiten, sowie natürlich ihren Beitrag zur Überwindung des schlimmer-als-die-Nazis-Ostblocks: Wind Of Change!

Rudolf Schenker erinnert sich gerne zurück:

„Wind Of Change“ ist der Soundtrack für eine friedliche Revolution. Man muss sich einfach vor Augen halten, welch epochale Veränderungen Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre stattgefunden haben. Und die Scorpions waren mittendrin, wir haben den Wandel hautnah miterlebt. 1988 spielten wir zehn Konzerte im damaligen Leningrad und heutigen St. Petersburg, unter noch ziemlich strengen, „offiziellen“ Bedingungen. Ein Jahr später spielten wir in Moskau und konnten kaum glauben, wie sehr sich die Stimmung innerhalb dieses einen Jahres in der damaligen Sowjetunion verändert hatte. Es war eine Mischung aus Euphorie und Aufbruch, mit Worten kaum zu beschreiben. Kurze Zeit später erklärten sich die baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland als erste der Sowjetrepubliken für unabhängig, die alte UdSSR begann sich auflösen. All dieses Erleben, diese ganz besondere Stimmung floss in den Song „Wind of Change“ ein. Ich denke, dass dieser Song eben bei viele Menschen die Erinnerungen an diese einmalige Zeit weckt. (via)

So schön war das alles Ende der 80er, Anfang der 90er. Und nicht zuletzt natürlich auch die deutsche Wiedervereinigung (die allerdings bewiesenermaßen direkt auf ‚The Hoff‘ zurückzuführen ist), auch wenn ein paar verwirrte Linksextremisten natürlich dagegen schimpfen mussten.

What soll’s, und deshalb an dieser Stelle eine Würdigung der Scorpions, künstlerisch umgesetzt von DJ Amanda Adams (oder war es vielleicht doch MC Techno?). Egal, und again: what soll’s!
Tear down the wall, Rudolf Schenker, and let your Balalaika sing: