Archiv für Dezember 2010

Trümmerling – ist mein Lieblingsalkoholgetränk…

Truemmerling

Verdammte Axt. Ein Mythos über die alliierten Bomberbesatzungen des zweiten Weltkriegs besagt, dass Lucky Strike deren bevorzugte Zigarettenmarke gewesen wäre, was durchaus eines subtilen Wortwitzes nicht entbehrt (und ohne mir dessen bewusst zu sein, wurde übrigens eben jene Marke meine Tabakeinstiegsdroge; Stichworte: Rostock 1992, Antifa-Demo, Bad Doberan, Nordkonvoi, Kessel, Hubschrauber, SEK, H&K MP5).
Wenn jetzt der Betrug nicht zu offensichtlich wäre, könnte jener Mythos durchaus weitergesponnen werden: neben den Fluppen mit dem treffsicheren Namen befand sich an Bord eines jeden alliierten Bombers natürlich auch das zugehörige Zielwasser – Trümmerling! Immer griffbereits links neben dem Hebel zum Bombenabwurf. Dabei: Gotcha! Mazel tov! Und nach erfolgreicher Rückkehr: Stösschen! L‘chaim!

Stimmt natürlich alles überhaupt nicht, ist aber auch egal. Vielleicht springt ja dennoch der eine oder andere Altermedia/Thiazi/die Bandbreite-Nazi auf diese Theorie an („Skandal: Allierte Bomber waren gedopt, Reichsflugscheibenpiloten flogen nur mit zugelassenen Amphetaminen!“). Falls dem irgendwann so sein sollte: die Theorieurheberrechte liegen einzig und allein bei mir. Diesbezügliche Nachfragen bitte an LongMoustache@vanHelsing-Elsaesser.specht

And now for something completely different, beziehungsweise zurück zum Thema. Das ‚Unsichtbare Kornimtee‘ linksinterveniert nun auch in die Mobilisierung gegen das alljährliche Rumgeopfere von Nazis und anderen BürgerInnen in Dresden. Fraglos: Super Sache. Nur eine Frage: dient Trümmerling der Stärkung anwendbarer antifaschistischer Physik („Trümmerling – damit sie morgen noch kraftvoll zuschlagen können!“) , oder doch eher der Schwächung des Gegners („Was äst das för eine Sobstanz? “ – „Trümmerling, mein Führer! Nicht ganz so gut wie reines Crack, aber billiger!“ – „Trömmerling… Klingt änteressant…“).

Zur Beantwortung dieser Fragestellung bitte ab Mitte Februar 2011 hier entlang (und vorher bitte den Tor-Button betätigen).

Techno vs. Faschismus Pt. 6

Die Begrifflichkeiten Hardcore, Gabber und Happy Hardcore, gepaart mit dem Herkunftsland Niederlande, dem Namen Bandnamen Party Animals sowie diversen niederländische Chart-Spitzenplatzierungen weckten bei mir sofort Assoziationen wie ‚die dezent mit Metamphetaminen überdosierten Charlie Lownoise & Mental Theo treffen auf die Hermes House Band‘. Insofern also schon ein hervorragender Grund, diesem Projekt besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Und dann ist da ja immerhin noch die zweite Maxi-Single, 1996 auf Mokum Records erschienen – Mokum bezieht sich auf das jiddische Wort für Stadt bzw. Städtchen, beziehungsweise im niederländischen Sprachgebrauch in erster Linie auf Amsterdam. Mokum Records wiederum ist eine dezente Anspielung auf Rotterdam Records, welches beispielsweise durch Neophyte (korrekt: das sind die, von denen Scooter Always Hardcore gecovert haben) bekannt geworden ist. Darüberhinaus steht Gabber aus Rotterdam nun auch nicht gerade für besonders emanzipatorische Denkansätze, sondern doch vielmehr für eine stilbildende musikalische Ikone des heute auch in D‘land zu beobachtenden, politisch-motivierten Kraken-Phänomens.

Also Gabber/Happy Hardcore aus Mokum aka Amsterdam. Das Cover jener erwähnten zweiten Maxi-Single, welche mit Hava Naquila betitelt wurde, gibt übrigens ebenfalls einen kleinen Hinweis auf – auf was eigentlich?…:

Letztendlich isses ja auch egal, und um mal auf den Punkt zu kommen: das folgende Stück ist jedenfalls auch darauf enthalten. Und jetzt alle – hoch die Hacken!!!