Techno vs. Faschismus Pt. 6

Die Begrifflichkeiten Hardcore, Gabber und Happy Hardcore, gepaart mit dem Herkunftsland Niederlande, dem Namen Bandnamen Party Animals sowie diversen niederländische Chart-Spitzenplatzierungen weckten bei mir sofort Assoziationen wie ‚die dezent mit Metamphetaminen überdosierten Charlie Lownoise & Mental Theo treffen auf die Hermes House Band‘. Insofern also schon ein hervorragender Grund, diesem Projekt besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Und dann ist da ja immerhin noch die zweite Maxi-Single, 1996 auf Mokum Records erschienen – Mokum bezieht sich auf das jiddische Wort für Stadt bzw. Städtchen, beziehungsweise im niederländischen Sprachgebrauch in erster Linie auf Amsterdam. Mokum Records wiederum ist eine dezente Anspielung auf Rotterdam Records, welches beispielsweise durch Neophyte (korrekt: das sind die, von denen Scooter Always Hardcore gecovert haben) bekannt geworden ist. Darüberhinaus steht Gabber aus Rotterdam nun auch nicht gerade für besonders emanzipatorische Denkansätze, sondern doch vielmehr für eine stilbildende musikalische Ikone des heute auch in D‘land zu beobachtenden, politisch-motivierten Kraken-Phänomens.

Also Gabber/Happy Hardcore aus Mokum aka Amsterdam. Das Cover jener erwähnten zweiten Maxi-Single, welche mit Hava Naquila betitelt wurde, gibt übrigens ebenfalls einen kleinen Hinweis auf – auf was eigentlich?…:

Letztendlich isses ja auch egal, und um mal auf den Punkt zu kommen: das folgende Stück ist jedenfalls auch darauf enthalten. Und jetzt alle – hoch die Hacken!!!